Wie du dein Wohnzimmer dekorierst ohne es zu überfrachten

Wie du dein Wohnzimmer dekorierst ohne es zu überfrachten

Wir lieben Deko. Stimmt doch, oder? Während andere in Schuhgeschäften oder Boutiquen shoppen stöbere ich lieber stundenlang in Dekogeschäften, auf Floh- und Antikmärkten oder -mein Favorit- Sozialen Kaufhäusern um neue Deko-Objekte zu finden.

Es erfordert große Selbstbeherrschung dabei nicht mein ganzes Geld auszugeben. Deshalb auch die Liebe zu Gebrauchtem. Egal ob in gewissen Shops oder bei Haushaltsauflösungen. Mir entgeht nichts, was nicht irgendwie als Dekogegenstand herhalten kann, oder zum Umfunktionieren geeignet ist.

Ich finde ständig Deko zu günstigen Preisen oder sogar kostenlos!

Selbst bei meinen täglichen Waldsparziergängen mit meinen Hunden, finde ich so allerlei Mitbringsel, die ich gerne auf meinem Instagram Account präsentiere. Oder noch lieber. Mit ein wenig Geschick und Phantasie zweckentfremde.

Wanddeko Rehgeweih Holz selbst gemacht
Diesen Rehschädel habe ich beim Waldsparziergang im Odenwald gefunden.

Wie auch immer. Mein Fundus wächst stetig. Jetzt habe ich das große Glück, eigens ein Zimmer dafür zu haben. Man nennt es auch Werkstatt 😉 Hier können all meine Lieblingssachen aufbewahrt und gleichzeitig präsentiert werden.

Als Interior-Designer weiß ich allerdings, dass es in normalen Haushalten nicht die Regel ist Regale eigens für Dekoartikel zu haben. Es ist eher der Fall, die Gegenstände die in einem Haushalt so anfallen, praktisch zu verstauen und dazwischen Deko zu präsentieren.

Das wichtigste beim Dekorieren ist, präsentiere nur deine liebsten Dekoobjekte.

Doch wie schaffst du es nun all deine liebsten Dekoartikel (ich bin sicher, du hast eine Menge) zu zeigen, ohne die Wohnung zu überfrachten.

Sortiere deine Dekogegenstände nach Farben und Stilen.

Wichtig ist dabei, unterschiedliche Formen zu finden. Also zum Beispiel passen alte Bücher gut zu Messingkerzenleuchter, dazu eine dunkle oder goldene runde Uhr oder Vase. Farblich passend, Form unterschiedlich.

Entscheide dich für die Ablage- bzw. Präsentationsmöglichkeiten.

Wenn du nun deine Deko-Objekte sortiert hast, dann entscheide dich für:

  • Bücherregal: bietet viel Platz nicht nur für Bücher, sondern für alles Schöne und sogar Kisten für nicht so schönes.
  • Wandregal: ist an sich schon dekorativ. Erinnert ein wenig an die früheren Setzkästen.
  • Bilderleisten: wirken in der Gruppe und nehmen alles auf was klein genug ist. Lassen sich auch mit hängenden Bildern/Dekoelemente kombinieren.
  • Couch- oder Beistelltische: die Klassiker für Blumen und Kerzen und Präsentierteller für Saisonales (z.B. Weihnachtsdeko).
  • Kommode: freut sich auf Deko-Objekte wie Kerzenständer, Glasflaschen oder Familienbilder, kombiniert mit einer Leuchte.
  • Konsolentisch: Erfüllt einzig und allein den Zweck Dekoratives aufzunehmen. Praktisch wenn er Schubladen hat.
  • Kaminsims: Wenn er nicht einen echten Kamin umrandet, dann dient er ausschließlich Dekozwecken. Eine Aufgabe die kein anderer so traumhaft erledigt.
  • Boden: nimmt große Gegenstände auf und wirkt dabei unkonventionell und leger. Geht leider nicht mit kleinen Kindern 🙁
Bilderleiste mit Deko
Foto: Dominika Roseclay – Pexels
Wandregale rund metall holz
Foto: Samson Katt – Pexels
Kommode mit Deko Bild Pflanze Leuchte
Foto: Charlotte May – Pexels
Kamin mit Deko Bild Kerzen
Foto: Element5 Digital – Pexels

Halte die Dinge zusammen.

Dafür eignen sich Tabletts oder kleine Wandregale die nur der Präsentation dienen. Damit beispielsweise der Couchtisch nicht zugestellt aussieht, und weil man es praktischerweise schnell wegräumen kann, bietet es sich an all die kleinen schönen Dinge auf einem Tablett zu arrangieren. Das sieht dekorativ aus, aber nicht unordentlich. Genau das was wir wünschen.

Verpacke Dinge die du nicht ständig brauchst.

Dazu gehören zum Beispiel Decken und Kissen. Diese lassen sich hervorragend in großen Körben, Kisten oder Truhen verstauen. Dabei können die ansehlichen Decken leger rausschauen. Auch hier wirkt alles aufgeräumt und trotzdem dekorativ.

Praktisch sind auch Tische mit Aufbewahrungsfunktion. Das kann ein Ablageboden, aber auch eine Schublade oder ein Klappdeckel sein.

Anders sieht es bei Spiele oder Elektronik aus. Diese Dinge machen sich gut in verschlossenen Kisten oder hinter Schranktüren. Kabelsalat ist eines der schlimmsten Chaosstifter. Er muss unbedingt vermieden werden. Glücklicherweise gibt es Kabelbinder mittlerweile in allen möglichen Farben.

saison deko ostern hochzeit
Foto: Iona Motec – Pexels

Nutze die Saison um Dekorationen zu ändern.

Auch wenn wir manchmal genervt davon sind, so sind Jahreszeiten und Feste doch eine große Bereicherung für uns. Sie bringen Abwechslung und Freude in unseren Alltag. Und somit auch in unser Zuhause. Wer verzichtet schon komplett auf Weihnachts- oder Frühjahrsdeko. Die drei Personen die dies tun lesen diesen Blogbeitrag sowieso nicht. Deshalb appelliere ich an alle anderen. Nutze die Saison um immer mal wieder unterschiedliche Deko-Objekte zu präsentieren. Räume immer mal wieder was weg und hole andere Dinge dafür hervor. So hast du immer wieder Spannendes für´s Auge.

Übrigens schreibe ich diesen Artikel sitzend am Fenster und beobachte dabei die dicken Schneeflocken die vor dem Fenster tanzen. In solchen Momenten liebe ich den Winter und den Gedanken mit einem guten Buch in meinem Lesesessel zu sitzen. Zugedeckt mit einer kuscheligen Wolldecke und einem duftendem Tee der auf mich wartet.

Bücherregale sind die beliebtesten Präsentationsmöbel, gerade weil sie soooo viel Platz bieten.

Aber nicht nur für Bücher sind (Bücher-) Regale praktisch. Sie sind ebenso geeignet um deine schönsten und liebsten Dekogegenstände zu zeigen. Dabei wirkt es auflockernd pro Regalboden Bücher und Objekte zu kombinieren. Für das Auge angenehm wirkt das, wenn dies im Zickzack geschieht.

Kleinere Dekoobjekte kommen auf kleinen, schmalen Regalen besser zur Geltung.

Wandregale oder Bilderleisten eignen sich dafür bestens. Gerade Bilderleisten bieten eine Plattform zum Präsentieren von Deko UND Bilder. Eine Kombi die uns vertraut vorkommt und überall auf der Welt angewendet wird. Klassiker in Amerika ist der Kaminsims mit Familienfotos, Vasen und Kerzenständer. Oder die altaren Präsentationen gläubiger Menschen, zum Beispiel in Asien. Auch hier werden religiöse Objekte mit Familienfotos kombiniert.

Wie du eine ansprechende Bilderwand erstellst kannst du hier nachlesen.

Nüsse im Glas Deko Hagebutte Schnecke

Bei zuviel Deko ist Ausmisten angesagt.

Es geht kein Weg dran vorbei. Manchmal muss auch etwas ausgemistet werden. Denn zuviel ist halt zuviel. Oder besser gesagt. Weniger ist mehr. Mehr Ordnung, mehr Ruhe, mehr Gemütlichkeit. Damit die einzelnen Gegenstände auch richtig gut zur Geltung kommen ist es wichtig ihnen Freiraum zu geben.

Wer nicht wegwerfen will kann auch Dinge verpacken und wegstellen, verschenken oder verkaufen.

Egal wofür du dich entscheidest. Jede dieser Möglichkeit hat einen entscheidenden Vorteil.

Wegwerfen: befreit von unnötiger Last und sorgt indirekt auch dafür, dass du nicht so viel kaufst. Zumindest kurzfristig. Ich habe beim Wegwerfen so ein schlechtes Gewissen, weshalb wegwerfen bei mir ein anhaltendes Wunder bewirkt.

Verpacken und wegstellen: bietet dir die Möglichkeit nach einiger Zeit auf die Dinge zurück zu greifen. Beispielsweise wenn sich die Mode oder dein Geschmack geändert hat. Ich habe früher mal (so in den 80ern) Elefanten gesammelt und jahrzehntelang in einer Kiste auf dem Dachboden aufbewahrt, aber nie mehr angeschaut. Ich habe die Kiste nun aufgelöst. Einige schöne Exemplare habe ich aufgehoben. Darunter einen Elefanten aus Messing, der mir jetzt wieder gefällt.

Ob Messing oder Kupfer besser zu deiner Einrichtung passt kannst du hier nachlesen.

Verschenken, bzw. spenden: So einfach verschenken, z.B. in der Familie, ist mit größerem logistischen Aufwand verbunden. Denn einfach so verschenken ist nicht. Das kann ziemlich in die Hose gehen. Besser ist es Familienangehörige zu fragen und die Gegenstände zu präsentieren.

Da ist es doch um einiges einfacher, die Deko-Objekte zu spenden. Soziale Kaufhäuser bieten sich da an. Es ist ohne großen Aufwand verbunden Dinge dort abzugeben (OMG, ich würde natürlich gleich wieder welche mitnehmen). Es gibt aber auch ein gutes Gefühl, wenn man weiß, dass die Gegenstände schnell einen neuen Besitzer finden und dabei auch noch einen guten Zweck erfüllen.

Verkaufen: Bei Ebay oder Etsy lassen sich Dekosachen gut verkaufen. Aber auch auf den anderen zahlreichen Gebrauchtwaren-Plattformen. Bei kleineren Gegenstände sollte man auf alle Fälle auch „verschicken“ anbieten. Größere Objekte müssen halt abgeholt werden. Wenn´s nicht gleich klappt gib nicht auf. Der Zufall ist dein Vertriebler. Was heute nicht verkauft wird, sollte man mindestens ein zweites Mal (mit einiger Zeit Abstand) anbieten.

Wer den Trödelmarkt liebt kann sich auch die Mühe machen dort zu verkaufen. Die besten Objekte finde ich bei Privatpersonen. Denn sie sind gut gepflegt, sauber und werden ordentlich präsentiert. Leider finden sich immer weniger private Verkäufer auf den Trödelmärkten. Stattdessen fast nur noch Händler. Dass heißt aber auch, dass du als Privatverkäufer gute Chancen hast wenn du deine Ware auf einem Flohmarkt ansprechend anbietest.

Vergiss dabei nicht die Standgebühr. Sie wird leider nach Meter und nicht nach Umsatz berechnet. Deshalb nimm so viel Dinge wie möglich mit. Damit der Umsatz stimmt und du nicht am Ende mehr Kosten als Einnahmen hast. Ich habe es schon fertig gebracht, meine gesamten Einnahmen gleich wieder auszugeben. Habe es allerdings nicht bereut, denn verkaufen auf dem Flohmarkt ist für mich Fun nicht Business.

Wohnstil Wohntrend Einrichtungsstil

52 Wohnstile – jede Woche neu

Wir stellen dir jede Woche einen neuen Wohnstil vor. Von Art Deco bis Whimsical, Wissenswertes und reichlich Tipps wie man die Stile zuhause umsetzt. Damit auch du dir deinen Traum einer stilvollen Einrichtung erfüllen kannst.

Jetzt lesen!