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Wie man für Home Staging nachhaltig einkauft

Wie man für Home Staging nachhaltig einkauft

Gerade bei der Gründung eines Home Staging Unternehmens, hat man die Überlegung woher man preiswert die ganzen Möbel und Wohnaccessoires bekommt.

Sobald man mit Home Staging startet merkt man, wie viele Dinge gebraucht werden.

Da sind Kissen, Decken, Bilder, Tischdekoration, Bettwäsche, Vasen und vieles mehr. Klassischerweise bietet man selbstverständlich auch noch verschiedene Stilrichtungen an. Das heißt, man braucht die Dekorationen auch noch in verschiedenen Farben etc.

Der Einkauf dieser Gegenstände, insbesondere aus den Billiglohnländern, spiegelt so gar nicht meine Lebensphilosophie wider. Diese beruht nämlich auf Minimalismus und der Einschränkung von Konsum mit Blick auf die Umwelt. Hier bin ich in einer Zwickmühle.

Deshalb bin ich so froh, dass ich neben dem selbst Erstellen von Kleinmöbeln und Wohntextilien noch die niemals versiegende Quelle der gebrauchten Dinge entdeckt habe. Gerade Gläser, Geschirr, Blumenvasen und Bilder bekommt man in großer Auswahl und zu einem unsagbar günstigen Preis in den Sozialen Kaufhäusern.

Diese gibt es mittlerweile in allen größeren Städten.
In manchen sogar mehrfach.

Meine Lieblingsläden sind Fairkauf von der Caritas in Mannheim Waldhof, das Markthaus in Mannheim Neckarau und das Soziale Möbelkaufhaus in Viernheim.

Heidelberg, Heppenheim und Ludwigshafen werde ich noch erkunden. Wer weiß, was mich dort erwartet. Für mich ist das wie der Besuch auf einem Flohmarkt. Ich könnte das ständig machen und muss dabei nicht mal was ergattern.

Durch den Kauf von Gerauchtem schone ich nicht nur die Umwelt,
sondern auch meinen Geldbeutel.
Gleichzeitig kommt der Erlös einem guten Zweck zugute.
Was will man mehr.

Die Idee ist mir gekommen als mein Mann und ich uns getrennt haben. Er hat sehr viel an Küchenutensilien mitgenommen – er war in unserer Beziehung auch derjenige der meist gekocht hat. Nun aber war ich gezwungen, doch so einiges nachzukaufen. Ich hatte gerade meine Konsumdiät begonnen und wollte nicht nach so kurzer Zeit schon, damit aufhören. Auch Plastik wollte ich zu diesem Zeitpunkt grundsätzlich aus der Küche verdammen.

Durch die eine oder andere Haushaltsauflösung meist älterer Personen, sind mir viele alte Kochutensilien in die Hand gefallen, die – welch Überraschung – nicht aus Plastik waren.

Früher ging es doch auch ohne Plastik, warum heute nicht mehr?

Was liegt also näher, wenn man Konsum und Plastik vermeiden will. Man informiert sich wo man, neben Flohmarkt und Kleinanzeigen, noch Gebrauchtes findet.

Im Sozialen Kaufhaus oder in Antiquitätenläden für Home Staging einzukaufen ist allerdings nicht ganz so einfach. Folgende Dinge müssen einem klar sein.

  • Geduld und Ausdauer

Der Einkauf geht nur offline. Es nützt nichts. Man muss sich ins Auto setzen und hinfahren.

Unbedingt im Internet nach den Öffnungszeiten schauen. Gerade durch die Gemeinnützigkeit bei den Sozialen Kaufhäusern sind diese recht unterschiedlich. Aber selbst wenn laut Homepage geöffnet ist, bedeutet das nicht, das dem auch so ist.

Ist mir gerade wieder passiert. “Heute geschlossen” Schild an der Tür. Da bleibt einem nichts anderes übrig, als bedackelt weiter zu fahren. So ein Umstand kann – wenn auch seltener – auch bei kleineren Antikläden vorkommen. Wenn der Anfahrtsweg lang ist, sollte man deshalb vorher anrufen.

  • Zeit einkalkulieren

Die Artikel sind in der Regel nicht sonderlich gut sortiert und stehen meist kreuz und quer in den Regalen. Dies führt dazu, dass man viel langsamer durch den Laden streifen kann. Also viel mehr Zeit braucht. Wir shoppingaffine Frauen sind normalerweise konditioniert. Sodass ein scannen des Verkaufsregals nur Sekunden dauert und wir sehen sofort, ob das was wir suchen dabei ist.

Suchen ist das Stichwort bei dem wir auch schon
zum nächsten Punkt kommen.
  • Finden statt suchen

Mit einer gewissen Vorstellung oder gar einem Einkaufszettel in Sozialen Kaufhäusern oder im Antiquitätenladen einkaufen zu gehen ist in etwa so, als verreise man mit nur einer Jeans, in der Hoffnung diese wird schon sauber bleiben. Es kann funktionieren, wird es aber höchstwahrscheinlich nicht.

Zwei Mal habe ich genau das bekommen was ich wollte. Aber auch nur, weil ich davon ausging, dass viele aufgelöste Haushalte älterer Menschen genau diese haben.

Die gefundenen Produkte waren eine Kartoffelpresse aus Metall und ein Kaffeefilteraufsatz aus Porzellan.

Zu diesen beiden gekauften Artikeln muss ich einfach was sagen.
Wer es nicht wissen will springt einfach zum nächsten Punkt.

„Der Kartoffelbrei wird mit einer Presse einfach super lecker und ist dem Ergebnis eines Quirls haushoch überlegen.
Seit ich meinen ersten eigenen Haushalt habe, brühe ich Kaffee mit der Hand auf. Anfänglich, weil ich einfach kein Geld und keinen Platz hatte für eine Kaffeemaschine. Heute, weil ich aus Überzeugung auf einen Kaffeeautomaten verzichte.“

Glas-Karaffe-ocker

  • Liste bereits vorhandener Gegenstände

Um ein einheitliches Bild der Einrichtung einer Wohnung zu erhalten, sollte man Ausstattungsartikel kaufen, die zueinander passen.

Das ist selbstverständlich und muss einem
Home Stager nicht erklärt werden.

Beim Einkauf ohne Einkaufsliste ist eines überaus wichtig. Genau zu wissen, was man schon hat und was dazu passt, bzw. gebraucht wird. Somit sind Fehl- und Doppelkäufe ausgeschlossen, denn ein Umtausch ist in der Regel nicht oder nur schwer möglich. Wer es ganz genau machen will, erstellt sich eine Liste, am Besten mit Bild der bereits vorhandenen Gegenstände, und nimmt diese zu jedem Einkauf mit.

  • Nicht verbissen an die Sache gehen

Ich erfreue mich immer an den Errungenschaften, die meinen Lagerbestand für wenig Geld enorm aufwerten. Niemals ärgere ich mich darüber, etwas nicht bekommen zu haben.

Bei einem Einkauf, der ein wenig wahllos erscheint, finde ich das Schwierigste daran, sich das eine oder andere Stück modifiziert, z.B. gestrichen oder umgebaut, vorzustellen. Denn mit etwas Geschick und Spaß an der Sache ist auch dies machbar. So erstellst Du individuelle Gegenstände, die sonst kein anderer hat.

Obwohl es meine große Leidenschaft ist, Einrichtungsgegenstände
selbst herzustellen – oder gerade deshalb – fällt es mir
besonders schwer, mich nicht zu überfordern oder zu verzetteln.

Bin ich wirklich in der Lage dieses oder jenes umzu-/bauen, wenn ich jetzt dieses oder jenes kaufe. Oder übernehme ich mich womöglich damit. Und habe ich am Ende vielleicht nur einen Haufen Schrott in der Werkstatt stehen, der darauf wartet bearbeitet zu werden.

Also, immer schön realistisch bleiben und wirklich nur Dinge anfangen die man sowohl finanziell als auch zeitlich zu Ende bringen wird.

Natürlich bekomme ich nicht alle gewünschten Stücke auf dem Gebrauchtmarkt. Das wäre schön. Aber die Mischung macht´s. Wenn ich zum Beispiel für eine Kuscheldecke nur 2 oder 3 Euro zahle, kann ich das Restgeld in andere interessante Objekte stecken. Mein Budget darf ich dabei trotzdem nicht aus den Augen verlieren. Auch wenn es schwer fällt.

1 thought on “Wie man für Home Staging nachhaltig einkauft

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